Sitzung die begeisterte mit vielen Höhepunkten
Als das Abschießen von zahlreichen bunten und stimmungsaufladenden Konfettikanonen, die auf die Besucher der vollbesetzten Limeshalle überschwappten, kann man das überaus breitgefächerte, anmutige und spektakuläre Programmangebot des Karnevalsvereins „Weiß-Blau“ vergleichen, welches sie bei ihrer vierstündigen Sitzung in diesem Jahr boten. Ganz nach dem diesjährigen Motto des Vereins „Vom große Kopp bis off die Gass, beim KVA mächt Lache Spass“ präsentierte der Verein Büttenreden, Show- und Gardetänze, Gesangsdarbietungen und Sketche, ganz nach dem Geschmack der Besucher, die die Darbietungen mit viel Applaus und Zugabeforderungen belohnten.
„Jetzt geht’s los, ich habe richtig Bock heute Abend“, rief Sitzungspräsident Janick Dennebaum in den Saal beim Einzug aller Aktiven. Das diese auch „richtig Bock“ hatten, vernahm man bei der Begrüßung der beim Verein traditionell proklamierten Kinderprinzessin Nora Reinert mit ihren Paginnen Louisa Ruhmann und Lena Müller. „Ich bin zwar klein aber ganz schön auf Zack“. Sie berichtete von ihrer karnevalistischen Familie, deren große Fußstapfen im Verein zu erkennen sind. Als ein Wirbelwind in weiß und blau wurde das 3. Amazonencorps angekündigt. Mit ihrem Gardetanz nach den Klängen von „Ed Sheeran“ bestätigten sie diese Aussage weitreichend. Nachdem Elmar Lehmler als „Hausmeister vom Orzbächer Puff“, so manche Phantasien im „Bierhaus“ rot leuchten ließ, servierte das 2. Amazonencorps zu fetziger Instrumentalmusik ihren Gardetanz. Heike Kaiser war Garant dafür, dass das Stimmungsbarometer mit ihren live dargebotenen Liedern „Bier“ und „Himmelblauen Augen“ nach oben schnellte. Musikalisch begleitet wurde sie dabei von Detlef Milz. Sehr ansprechend in Text und Ausführung dokumentierte die Theatergruppe Arzbach die „Odysee zum Orzbächer Kindergarten“ vor. Über die Standortfrage herrscht bis heute keine Klarheit, wer zur Kita darf wird ausgelost, wer keinen „Zuschlag“ erhält geht nach Bad Ems zur KiTa. Was die Arzbacher Bürger erzürnt, erfreute den anwesenden Stadtbürgermeister Krügel mit einem Lächeln. Über nicht immer offizielle Details aus der Gerüchteküche in der Welt und vor Ort ließen sich elf „Startenöre“ (Sängergruppe des KVA) im Anschluss aus. Von Donald Tramp über Fritze Merz, Pflegenotstand, bis hin zum „Wirtschaftsprüfungsbericht“ des Arzbacher „Bierhauses“ mit seiner „Roten Laterne“, brachten die Sänger alles gekonnt mit spitzen Tönen auf den Punkt. Mit ausgelassener Energie pur, bunt und wild reisten im Anschluss die „Ladykracher“ als „Einhörner“ die Hütte ab. Sie ließen sogar den „Römerturm“ rosa leuchten. Das 3. Amazonencorps begeisterte mit ihrem Showtanz „Traumfänger“ ebenso wie „Kalti & Ansgar“ (Bernd Kaltenhäuser und Ansgar Wilhelmi), zwei Originale, die mit ihrem kultverdächtigen Hit „Da ist Heimat, da ist Arzbach“ gesanglich eine Hommage an ihre Heimat präsentierten. Janick Dennebaum mit seinem Hund als „Hepp und Heppi“ ließ die Besucher so manches aus Arzbach wissen, was er bei der „Gassirunde durch Orzbach“ erlebt und gesehen hatte. U.a. erläuterte er, wie im „Wirtschaftskreislauf“ 100 € in Arzbach die Runde machten, von Führungen im „Bierhaus“ bis zur Produktinovation des Töpferladens, wo Dildos aus feingebrannter Keramik angeboten werden könnten.

Schnell, laut, toll und mit einer Superleistung performten Tanzdarbietung schossen die „Backesbiester“ mit ihrem Showtanz „Konfetti im Herzen“ mehrere Salven guter Laune in die Narrhalla. Ganz im Sinne der Arzbacher Geschichte präsentierten sich 13 römische Soldaten (Männerballett KV) in ihrem Showtanz „Römer“ zu allseits bekannten italienischen Songs. Die Herzen vieler weiblichen Besucherinnen schlugen höher. Ausgelassen, tänzerisch anmutig und mit waghalsigen Pyramiden, ließen die Gruppen „Limesliebchen“ mit „Galaxie“ und das 1. Amazonencorps mit „Bob der Baumeister“ mit ihren Showtänzen das Stimmungsbarometer bis zum Anschlag ausschlagen. Sie erreichten die Stimmungsendstufe bei den Besuchern. Beste Vorbereitung zum Finale der Sitzung, wo noch einmal jede Tanzgruppe ein Tanzpotpourri ihres ausgesprochen meisterhaften Könnens gaben. Sitzungspräsident Janick Dennebaum dankte allen Besuchern und Akteuren, die zum Gelingen dieser grandiosen Sitzung beigetragen haben. Nicht nur einmal hörte man aus der Besucherschar, dass der Karnevalsverein „Weiß-Blau“ Arzbach sehr stolz darauf sein könne, alle dargebotenen Programmpunkte nur mit eigenen Mitgliedern präsentiert zu haben. An diesem Abend waren es über 120 Mitglieder auf der Bühne.

