
(v. l.) Dr. Theo Schwarzmüller, Gisela Schmitt und Ulrich Schmitt vom Deutsch-Französischen Freundschaftskreis Neuhäusel – Sauvigny-les-Bois, Prof. Dr. Andreas Marchetti, Französischer Generalkonsul Nicolas Bergeret, Philipp Lerch (Konrad-Adenauer-Stiftung), Olivier Gérard (Direktor des Beinhauses von Douaumont)
Mit einem zweiteiligen Veranstaltungsprogramm hat sich der Deutsch-Französische Freundschaftskreis Neuhäusel – Sauvigny-les-Bois in diesem Jahr dem Thema „Demokratie“ gewidmet.
Den Auftakt bildete Anfang Mai der Besuch unserer französischen Freunde aus Sauvigny-les-Bois. Unter den 22 Gästen befanden sich auch Bürgermeister Sébastien Vergnaud und seine Frau. Gemeinsam besuchte die Gruppe das Konrad-Adenauer-Haus in Rhöndorf. Während einer Führung erhielten die Teilnehmer eindrucksvolle Einblicke in das Leben und Wirken des ersten Bundeskanzlers. Besonders hervorgehoben wurden seine Verdienste um den demokratischen Wiederaufbau Deutschlands sowie die Aussöhnung mit Frankreich. Das Treffen klang traditionell mit einem gemeinsamen Picknick und einem Festabend aus.
Den zweiten Teil des Programms bildete am 18. Juni ein Filmabend mit anschließender Podiumsdiskussion, den der Freundschaftskreis gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung veranstaltete. Anlass war der 150. Geburtstag Konrad Adenauers.
Gezeigt wurde der Film „Ein Tag im September“, der die erste Begegnung zwischen Konrad Adenauer und Charles de Gaulle dokumentiert. Dieses historische Treffen gilt als Meilenstein der deutsch-französischen Aussöhnung und als wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem vereinten Europa.
Der französische Generalkonsul Nicolas Bergeret erinnerte in seinem Grußwort daran, dass der 18. Juni in Frankreich ein besonderes Datum ist: Am 18. Juni 1940 rief Charles de Gaulle seine Landsleute zum Widerstand gegen die deutsche Besatzung auf. Umso bemerkenswerter sei es, dass nur wenige Jahre später aus ehemaligen Kriegsgegnern Partner wurden, die gemeinsam den Grundstein für die deutsch-französische Freundschaft legten.
An der anschließenden Podiumsdiskussion unter der Leitung von Philipp Lerch (Konrad-Adenauer-Stiftung) beteiligten sich neben Generalkonsul Bergeret Olivier Gérard, Direktor des Beinhauses von Douaumont bei Verdun, Prof. Dr. Andreas Marchetti, Dr. Theo Schwarzmüller sowie Gisela und Ulrich Schmitt vom Deutsch-Französischen Freundschaftskreis. Diskutiert wurden die Entwicklung der Demokratie nach dem Zweiten Weltkrieg, die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft und die Rolle von Städtepartnerschaften für ein geeintes Europa.
Beim anschließenden Empfang nutzten Gäste und Referenten die Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Die Veranstaltungsreihe fand große Anerkennung und machte deutlich, dass die deutsch-französische Freundschaft auch heute nichts von ihrer Aktualität verloren hat.
Der Deutsch-Französische Freundschaftskreis bedankt sich bei der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Deutsch-Französischen Bürgerfonds, der Deutsch-Französischen Kulturstiftung, der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz im Rahmen der Europawochen 2026, der Sparkasse Westerwald-Sieg sowie der Gemeinde Neuhäusel für die finanzielle Unterstützung der Veranstaltungsreihe.

